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Europäische Photovoltaik-Hersteller beleben Geschäfte der Maschinen- und Anlagenbauer

https://www.pv-magazine.de/2022/10/13/europaeische-photovoltaik-hersteller-beleben-geschaefte-der-maschinen-und-anlagenbauer/

Europäische Photovoltaik-Hersteller beleben Geschäfte der Maschinen- und Anlagenbauer

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Im zweiten Quartal verzeichneten die deutschen Photovoltaik-Anlagen- und -Maschinenbauer eine Trendwende. Die Auftragseingänge und Umsätze, die seit Beginn der Corona-Pandemie eher verhalten waren, stiegen kräftig an. Die Umsätze haben sich ach Auswertung des Verbands VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel um 62 Prozent gegenüber dem Vorquartal erhöht. Allein die Umsätze der deutschen Photovoltaik-Zulieferer in Europa hätten sich in diesem Zeitraum vervierfacht.

Doch nicht nur das – erstmals seit Beginn der VDMA-Statistik im Jahr 2008 lagen die Auftragseingänge europäischer Photovoltaik-Hersteller höher als die der asiatischen Konkurrenz. „Die europäischen Auftragseingänge in den ersten zwei Quartalen 2022 haben den Wert der gesamten europäischen Aufträge im Jahr 2021 ebenfalls bereits um das Vierfache übertroffen“, hieß es vom Verband weiter. Auch für das dritte Quartal erwarte die Branche ein Umsatzplus, was vor allem an Verbesserungen bei der Bewältigung der aktuellen Lieferkettenengpässe liege.

Der größte Wachstumstreiber für die Anlagenbauer ist weiterhin das Modulproduktionsgeschäft. Fast ein Drittel der Gesamtumsätze im zweiten Quartal entfallen auf Maschinen in diesem Bereich. Bei den Umsätzen bleiben die asiatischen Photovoltaik-Hersteller zumindest vorerst wichtigste Erlösquelle für die deutschen Zulieferer. „Obwohl die Aufträge im zweiten Quartal 2022 in Asien niedriger sind als in Europa, liegt Asien mit einem Anteil von 52 Prozent am Gesamtmarkt immer noch an der Spitze der Umsätze“, wie es vom VDMA weiter heißt. Darüber hinaus seien die Umsätze in den USA im Vergleich zum Vorquartal gestiegen, allerdings seien die Aufträge leicht rückläufig gewesen. Die aktuelle Exportquote der europäischen Photovoltaik-Produktionsmaschinen und Anlagen liegt nach Angaben des Verbands bei 66 Prozent.

„Der asiatische Markt war in der Vergangenheit der größte für die deutschen Photovoltaik- Produktionsmaschinen und Anlagenhersteller, aber seit dem ersten Quartal 2022 haben die Aufträge in Europa zugenommen und werden voraussichtlich weiter steigen“, erklärte Jutta Trube, Leiterin der Fachabteilung Photovoltaik Produktionsmittel beim VDMA. „Generell erwarten wir eine weiterhin starke Nachfrage durch das steigende Interesse verschiedener Länder an neuen lokalen Photovoltaik-Produktionen.“

Ganz überwunden sind die Lieferkettenengpässe in Folge der Corona-Pandemie noch nicht.
„Im zweiten Quartal sind die Auftragseingänge der PV-Produktionsmaschinen und Anlagen aus der EU gestiegen“, kommentierte Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorstandsvorsitzender der Fachabteilung VDMA Photovoltaik Produktionsmittel. „Die Solarmaschinenbauhersteller verzeichnen trotz der nach wie vor bestehenden pandemiebedingten Lieferkettenengpässe und des Fachkräftemangels positive Umsätze.“ Dennoch sei von weiter steigenden Umsätzen auszugehen. „Die Hersteller von Photovoltaik-Produktionsmaschinen und Anlagen in der EU kommen mit diesen Engpässen zurecht und trotzen diesen Unwägbarkeiten mit Erfolg.“ Zudem sei der politische Willen in Europa spürbar, die Solarindustrie wieder aufzubauen. Zahlreiche Initiativen arbeiteten daran, wieder die komplette Photovoltaik-Wertschöpfungskette in Europa zu etablieren. Dies sei zugleich eine gute Chance für die Anlagen- und Maschinenbauer hierzulande. „Derzeit führen Länder wie die USA und Indien sehr attraktive Initiativen ein, um die Photovoltaik-Produktion anzukurbeln; das Gleiche ist in Europa erforderlich“, sagte Fath mit Blick auf die EU-Kommission und die Bundesregierung.

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